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Bauleitplanung Niederkrüchten

Die Bauleitplanung dient der Steuerung der baulichen und sonstigen Nutzung der Flächen im Gemeindegebiet. Bauleitpläne sind der Flächennutzungsplan (vorbereitender Bauleitplan) und der Bebauungsplan (verbindlicher Bauleitplan).

Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan stellt die angestrebte Nutzung aller Flächen im Gemeindegebiet dar. Er bereitet die künftige Entwicklung des Gemeindegebietes vor, ohne dass er selbst Baurecht schafft. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Niederkrüchten ist seit 1981 rechtswirksam. Durch eine Reihe bereits abgeschlossener Änderungsverfahren wird er an aktuelle Entwicklungen und Erfordernisse angepasst. Er ist jedoch nicht für einzelne Bauvor-haben verbindlich (bis auf Windenergieanlagen), sondern richtet sich vor allem an Behörden und Institutionen. Außerdem ist er Grundlage für die Aufstellung von Bebauungsplänen.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan ist ein verbindlicher Bauleitplan. Er wird für kleinere Gebiete aufgestellt und regelt verbindlich die Art der zulässigen Nutzung (Wohnen, Gewerbe, Einzelhandel) sowie Größe und Gestaltung von Gebäuden (Höhe, Platzierung auf dem Grundstück). Er kann weitere Festsetzungen, z. B. zur Grundstücksbegrünung, zum Lärmschutz und zur Erschließung enthalten. Bei Bauvorhaben sollte zunächst hier nachgefragt werden, ob überhaupt ein Bebauungsplan für das betreffende Baugrundstück existiert.

Innen- und Außenbereichssatzung

Neben dem Bebauungsplan gibt es die sogenannten Innen- und Außenbereichssatzungen. Diese stellen eine Art Planersatz dar und regeln ebenso wie ein Bebauungsplan die Nutzung von Grundstücken. Ob Ihr Grundstück in einem Bebauungsplangebiet oder in einem Sat-zungsgebiet liegt, können Sie hier erfragen.

Planverfahren und Öffentlichkeitsbeteiligung

Bauleitpläne werden vom Rat der Gemeinde in einem vorgeschriebenen Verfahren aufgestellt, geändert, ergänzt oder aufgehoben. In diesem Verfahren findet grundsätzlich eine Beteiligung von Behörden, von sonstigen Trägern öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit statt. Die Öffentlichkeit wird über Bekanntmachung im Amtsblatt sowie über Internet und Presse über die Öffentlichkeitsbeteiligung informiert. Über die eingegangenen Anregungen von Einwohnerinnen und Einwohnern entscheidet der Rat der Gemeinde.