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Schöffenwahl 2018

Pressemeldung vom 05.02.2018

Schöffenwahl  2018

Die Gemeinde Niederkrüchten möchte neue Schöffen gewinnen. Die nächste Schöffenwahl durch die speziell hierfür bei den Amtsgerichten zu bildenden Schöffenwahlausschüsse findet zum Ende des Jahres 2018 für die Amtsperiode 2019 bis 2023 statt. Nach dem Gerichtsverfassungsgesetz NRW sind die Gemeinden für das Erstellen der Vorschlagslisten für die Wahl der Schöffen zuständig.

Interessierte, die in die Vorschlagsliste der Gemeinde Niederkrüchten aufgenommen werden möchten, können sich bis Donnerstag, 29. März, für die Amtszeit 2019 bis 2023 bewerben. Insgesamt werden in Niederkrüchten 7 Hauptschöffen gesucht, die am gemeinschaftlichen Schöffengericht beim Amtsgericht Mönchengladbach und am Landgericht Mönchengladbach als Volksvertreter an der Rechtsprechung in Prozessen teilnehmen. Die von der Gemeinde zu erstellende Vorschlagsliste soll mindestens doppelt so viele Personen, also mindestens 16 Personen, beinhalten. Die Bewerber müssen in Niederkrüchten wohnen, deutsche Staatsangehörige und am 1. Januar 2019 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein. Sie sollten die deutsche Sprache ausreichend beherrschen.

Schöffen sind ehrenamtliche Richter. Sie sollten über soziale Kompetenz verfügen. Dazu sind Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und Sinn für Gerechtigkeit erforderlich. Sie müssen das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Wichtig ist die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Urteilsvermögen. Schöffen urteilen mit über Recht und Unrecht. Sie müssen sich der Tragweite ihres Urteils voll bewusst sein.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil – gleichgültig, ob Verurteilung oder Freispruch – haben die Schöffen daher mit zu verantworten.

Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, kann nicht Schöffe werden. Zudem sind bestimmte Berufsgruppen von der Schöffenwahl ausgeschlossen. Weitere Informationen hierzu findet man zum Bespiel unter www.schoeffenwahl.de.

Interessenten für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) und für das Amt eines Jugendschöffen bewerben sich bis zum 29. März 2018 beim

Bürgermeister der Gemeinde Niederkrüchten, Laurentiusstraße 19, 41372 Niederkrüchten,

Die Bewerbung für das Amt eines Jugendschöffen wird anschließend an das Jugendamt des Kreises Viersen weitergeleitet.

Bewerbungsformulare können unter Downloads oder www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

 

Bewerbungsformular Jugendschöffenwahl 2018

Bewerbungsformular Schöffenwahl