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Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung (archivierte Meldung)

Pressemeldung vom 18.06.2018

Rathausbeflaggung am 20. Juni 2018 anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Rathausbeflaggung Bund Land Kommune

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung wird am 20. Juni 2018 am Rathaus geflaggt. An diesem Tag wird in Deutschland der weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen gedacht. Der Gedenktag wurde 2015 erstmalig begangen.

Verfolgung, Krieg und Armut zwingen so viele Menschen wie nie zuvor, ihre Heimat zu verlassen. Flüchtlinge werden ermordet, vergewaltigt und seelisch verletzt, gewachsene Kulturräume zerstört. Statistisch gesehen sucht derzeit jeder 113. Mensch auf der Erde Asyl, ist Flüchtling oder binnenvertrieben. Das zeigt der Jahresbericht 2016 des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen. Demnach sind weltweit 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht, 50 % davon sind Kinder.

Flucht und Vertreibung sind auch Teil der europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert. Millionen Menschen mussten im Kontext des von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieges ihre Heimat verlassen. Die Vertreibung der europäischen Juden fand ihr grauenvolles Ende in den Vernichtungslagern. Auch Millionen Deutsche mussten schließlich aufgrund von Flucht, Vertreibung, Zwangsumsiedlung und Deportation ihre angestammte Heimat verlassen.

Mit der Einführung dieses Gedenktages macht die Bundesregierung deutlich, dass der Wille und die Kraft zu Versöhnung und Neuanfang, der gemeinsame Aufbau und Zusammenhalt in der Gesellschaft das Fundament bilden, auf dem Deutschland heute Menschen aus 190 Nationen eine Heimat bietet.

Der Gedenktag wird zeitgleich mit dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen begangen und erweitert das Flüchtlingsgedenken um das Schicksal der Vertriebenen.